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Obedience

Obedience nennt man auch “Die Hohe Schule des Gehorsams”. Statt Geschicklichkeit und Schnelligkeit zählt bei diesem Sport nur eine vollendete Harmonie im Mensch-Hund-Team. Obedience ist ein Leistungssport, basierend auf bekannten Gehorsamsübungen wie Sitz, Platz, Steh, Bei.-Fuß-Gehen, Bleib-Übungen, Abrufen, Vorausschicken und Apportieren. Zusätzlich zu den Übungen, die auch in den in Deutschland anerkannten Prüfungen vorkommen, kommt noch die Distanzkontrolle und die Geruchsunterscheidung.

In der Distanzkontrolle muss der Hund in großem Abstand zum Hundeführer, eine Reihe von Positionswechseln (Sitz, Platz, Steh) ausführen, ohne sich dabei von der Stelle zu bewegen. Bei der Geruchsunterscheidung muss der Hund unter mehreren gleich aussehenden Gegenständen, den Gegenstand heraussuchen und apportieren, an dem Geruch des Hundeführers haftet.

Beim Obedience wird nicht - wie in der Begleithundeprüfung - ein auswendig gelernter Ablauf bestimmter Schrittfolgen und Richtungswechsel abgespult, sondern der Richter bestimmt den Ablauf jedes Mal neu. Das bedeutet, dass Hund und Hundeführer ganz flexibel auf Anweisung des Richters laufen müssen. Insbesondere bei prüfungserfahrenen Hunden kann es beim Obedience nicht passieren, dass der Hund den Anweisungen des Hundeführers vorgreift, da er ohnehin schon weiß, was als nächstes verlangt wird. Beim Obedience gestalten sich die Prüfungen viel abwechslungsreicher und der Hund muss sich zwangsläufig auf den Hundeführer konzentrieren um zu erfahren, was er als nächstes tun soll.

Ein weiterer Unterschied zu der in Deutschland bekannten Begleithundeprüfung, ist die Vielzahl der unterschiedlichen Klassen, in denen die Mensch-Hund-Teams antreten können. Von der Anfängerklasse bis hin zur Obedience-Weltmeisterschaft gibt es zahlreiche Schwierigkeitsstufen, so dass auch Neulinge in diesem Sport eine gute Chance haben und Könner sich nicht allzu schnell langweilen.

Da es beim Obedience nicht um Schnelligkeit oder Geschicklichkeit geht, ist dieser Sport auch für Hunde geeignet, für die aufgrund ihrer Rasse, Körpergröße oder Gesundheit andere Sportarten nicht in Frage kommen.

Rally Obedience stammt aus den USA und ist auch dort noch eine recht neue Sportart!

Beim Rally Obedience bewegen sich Hundeführer und Hund möglichst schnell durch einen Parcours, der aus Schildern besteht, auf denen die jeweilige Aufgabe zu lesen ist, die der Hundeführer mit seinem Hund zu bewältigen hat.

Die Aufgaben bestehen hauptsächlich aus dem Obedience bzw. Unterordnungsbereich. Z.B. Bleibübung, Vorsitzen, Sitz aus der Bewegung, das Voraussenden und natürlich das Bein-Fuß-Gehen mit und ohne Wendungen.

Es gibt ca. 46 verschieden Aufgaben, wovon in einem Parcours allerdings nur 20 Übungen zu durchlaufen sind. Diese 20 Aufgaben müssen allerdings innerhalb von 4 Minuten bewältigt sein.

Der Parcours wir immer variiert durch verschiedene Auswahl und Reihenfolge der Übungen.

Es gibt zwei Klassen die sich durch ihren Schwierigkeitsgrad der Übungen unterscheiden. In der ersten Klasse darf auch mit Leine gestartet werden.

Jeder Teilnehmer fängt mit 200 Punkten an. Durch Fehler in der korrekten Ausführung der Übungen werden dann im Parcours Punkte durch den Richter abgezogen. Wer am Schluss noch die meisten Punkte hat ist der Gewinner.

Im Parcours darf der Hundeführer mit dem Hund kommunizieren. Er darf den Hunde ansprechen und motivieren. Er darf beliebig viele Hör und Sichtzeichen geben und er darf den Hund am Ende der Übung sogar belohnen.

Verboten ist jegliche Korrektur des Hundes durch Hand, Stimme oder Leine.


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